Sulingens Coup mit Mohrmann

img-20160909-wa0028Wenn Hartmut Engelke über Jan Mohrmann spricht, gerät der Trainer von
Handball-Landesligist TuS Sulingen
regelrecht ins Schwärmen. „Er ist ein Rückraum- Knaller, der richtig was wegpackt“, sagt Engelke euphorisch:„Jan würde jeder Drittliga- und Oberligamannschaft gut zu Gesicht stehen.“ Doch der Coup gelang dem TuS Sulingen. Weil Mohrmann
aus privaten Gründen kürzer treten wollte, schnappte sich nun Engelke kurz vor dem Saisonstart am Samstag bei der HSG Delmenhorst II den 32-Jährigen, der jahrelang bei der HSG Barnstorf/ Diepholz in der Oberliga und zuletzt bei der LIT Nordhemmern in der Oberliga Westfalen gespielt hat.

Eine Hammer-Verpflichtung. Und beim 36:32 (17:15)- Auswärts-erfolg steuerte Mohrmann auch gleich mal neun Tore bei.
„Ich kenne Jan schon, seit ich ihn als B-Jugendlicher in
Habenhausen trainiert hatte“, meinte Engelke. Natürlich
seien auch Oberligisten an einer Verpflichtung interessiert
gewesen. Doch Mohrmann arbeitet in Freistatt und wohnt in Lindern – nur einen Steinwurf von der Sulinger Edensporthalle entfernt.

„Jetzt hat er sein sportliches Wohnzimmer fast vor der Haustür“, schmunzelt Engelke, der Jan Mohrmann als  einen „extrem kompletten Spieler“ bezeichnet, der allein seinen jungen Akteuren
„unheimlich viel zeigen und geben kann. Und ich denke, dass die ganze Mannschaft von seiner Dynamik noch extrem profitieren kann.“

Doch Jan Mohrmann allein war es natürlich nicht zu verdanken,
dass die Sulinger in Delmenhorst mit 36:32 gewannen. „Das war ein gutes Debüt von ihm, aber die ganze Mannschaft hat eine gute
Leistung gezeigt.“ Was auch an der Verteilung der Tore deutlich wird: Neben Mohrmann (9) stachen bei den Gästen noch Julian Wilkens (6), Jannik Knieling und Björn Meyer (je 5) sowie Jonas Langnau (4) heraus.

In der Anfangsphase sorgte Delmenhorsts Malte Coors mit zwei Treffern in Folge für eine 4:2-Führung der Gastgeber (7.), wobei Mohrmann für Sulingen zwei Fahrkarten geworfen hatte. Kein Problem für Engelke, „denn ich wusste, dass er bald ins Spiel findet
wird“. Tat er dann auch umgehend zum 3:4 (8.). Es sollte die letzte Delmenhorster Führung an diesem Abend gewesen sein. Per Siebenmeter glich Jannik Knieling zum 4:4 aus, „und dann sind wir
so langsam ins Rollen gekommen“, freute sich Engelke.

Bis zur 20. Minute blieb es noch ausgeglichen (10:10), ehe Sulingen auf 17:13 (30.) davonzog. „Danach haben wir es aber schlecht verteidigt“, ärgerte sich TuS-Coach Engelke über die beiden Gegentore zum 17:15-Halbzeitstand. Nach dem Wechsel musste
sich Jan Mohrmann einer verschärften Bewachung unterziehen.
„Das hat uns kurzfristig etwas aus den Konzept gebracht“, räumte Engelke ein. Der schlussendlich verdienten Erfolg geriet aber nie in
Gefahr. Und beim 36:32 (58.) „war das Ding durch“, freute sich der Sulinger Trainer über den Sieg.

Quelle: Kreiszeitung

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