„Zuerst einmal einen herzlichen Glückwunsch an die HG Bremerhaven. Wer am Ende der Saison ganz oben steht, hat es auch verdient, Meister zu werden. Allerdings hätten wir es heute nochmal spannend machen können. Wir hatten es selbst in der Hand! Letztendlich fehlte es am Ende auch etwas an Glück und auch an der Kraft. Die ersten sehr starken 40 Minuten haben sehr viele Körner gekostet!“ so Sulingens Trainer Axel Seefeld.
In der ersten Halbzeit sahen die ca. 150 Zuschauer eine hochkonzentrierte Sulinger Damenmannschaft. Angetrieben von den wieder sehr spielstarken und treffsicheren Marie Zimmermann (12/8) und Ines Mohrmann (6) konnten die Sulingerinnen mit 13:7 zum Halbzeittee läuten. Gegen die 6:0 Abwehr um Samira Müller und Lara Kummer und die spätere 5+1 mit Lena Wall als Manndeckung gegen die ehemalige Bundesligaspielerin Janka Kronschnabel wussten die Gäste keine Mittel. Die Sulingerinnen ließen in der ersten Halbzeit nur 3 Feldtore zu, die anderen 4 resultierten aus 7- Metern. „Das war wohl die beste Abwehrleistung seitdem ich in Sulingen als Trainer tätig bin. Solch eine Leistung ist absolut landesligatauglich! Die gesamte Abwehrreihe samt Torhüterin hat funktioniert und alle haben absoluten Willen und Zusammenhalt gezeigt. Das war vorbildlich!“ so Seefeld
Bis zur 40.Minute konnten die Gastgeberinnen das Spiel weiter bestimmen. Bea Kister netzte von der LA-Position zum 19:12 in der 40.Minute ein. Danach machte sich so langsam der Kräfteverschleiß bemerkbar. Die gegnerische Torfrau entschärfte nun ein ums andere Mal die Würfe aus der Nahwurfzone und sorgte dafür, dass es bis zum Ende des Spiels nur noch 6 Mal in ihrem Gehäuse einschlug. Bremerhaven legte sich mächtig ins Zeug und konnte mit 5 Toren in Folge in der 47.Minute auf 19:17 verkürzen. Denise Jürgens konnte in dieser Phase im wahrsten Sinne 2 Siebenmeter von der Linie kratzen und somit schon Schlimmeres verhindern. In der 55.Minute setzte sich Madlen Koop auf LA-Position durch und konnte nur durch ein Foul gebremst werden. Den fälligen Siebenmeter verwandelte Anna Lena Gräb sicher zum 25:22. Wer nun glaubte, dass die Messe schon gelesen wäre, hatte sich getäuscht. 3 Zweiminuten-Strafen hatten zur Folge, dass wir ab der 58. Minute das Spiel in doppelter Unterzahl zu Ende bringen mussten. Bremerhaven nutzte die dann entstandenen Lücken schamlos zum 25:25 Endstand aus.
„Sicherlich ist es für uns etwas unglücklich gewesen, dass uns Bremerhaven kurz vor Schluss den Ausgleich eingeschenkt hat. Wäre die Spielzeit eine Minute kürzer gewesen, hätten wir gewonnen. Allerdings hätte Bremerhaven wohl auch eine Minute mehr gereicht, um das Spiel für sich zu entscheiden. Das ist ein gerechtes Unentschieden – darauf hatten wir im Vorfeld gehofft. Bei aller anfänglichen Enttäuschung über den Ausgang des Spiels, sind wir aber nicht unglücklich über diesen Punkt.
Der Aufstieg ist mittlerweile, dank der Schützenhilfe aus Habenhausen, gesichert. Die Damen können die letzten beiden Spiele also ganz entspannt und ohne Druck angehen!
Aufstellung: Jürgens, Duffe – Wall, Leymann 1, Kister 1, Koop 2 Mohrmann 6, Kummer, Knieling, Zimmermann 12/8, Müller, Gräb 3/1, Barth
Spielfilm: TuS Sulingen – HG Bremerhaven 25:25 (13:7)
1:0, 6:1, 8:4, 11:5, 13:7 – 14:7, 18:11, 22:20, 25:22, 25:25