Wir waren in der Deckung nicht präsent

Achim – Zu viele Gegentore kassiert: Handball-Landesligist TuS Sulingen verlor am Sonnabend das Spitzenspiel beim Tabellenzweiten SG Achim/Baden II mit 34:36 (14:21). Sulingens Trainer Hartmut Engelke ärgerte sich über die vermeidbare Niederlage in Achim: „Das ist keine Übermannschaft. Wir waren in der Deckung nicht präsent. Die Achimer sind mehrfach frei zum Wurf gekommen. Mir hat in der Abwehr die Leidenschaft gefehlt.“

Dabei erwischte der Tabellendritte zunächst einen passablen Start, lag nach einem Tor von Benjamin Demel mit 4:2 (4.) vorn. An der Zwei-Tore-Führung änderte sich bis zum Treffer von Julian Wilkens zum 6:4 (7.) nichts. Anschließend häuften sich die Fehler. Die Gastgeber drehten ein 6:7 (10.) mit drei „Buden“ in Folge zum 9:7 (13.) um. Zwar verkürzte Patrick Kappermann zum 8:9 (13.), aber anschließend zog die Heimmannschaft mit den Haupttorschützen Marc Schwittek (8), Maximilian Kühling (8/4) und Jan Wolters (5) auf 12:8 (17.) davon. Bis zum 14:17 (25.) durch Demel blieb der Tabellendritte auf Tuchfühlung. Vier weitere Tore zum 14:21 warfen die Sulestädter entscheidend zurück. „21 Gegentore in einer Halbzeit sind zu viel. In der Deckung hat die Bereitschaft gefehlt. Mehrere Abpraller landeten bei den Achimern. Da hat uns auch das Glück gefehlt“, analysierte Engelke, der zur Pause in der Kabine erst einmal lauter geworden ist.
Nach dem Wechsel verkürzten Wilkens, Jan Scharf und Jannik Knieling mit verwandeltem Siebenmeter auf 17:21 (33.). Beim 19:22 (38.) durch Jan Mohrmann betrug der Abstand nur noch drei Tore. Achims Mittelmann Max Schirmacher nahm danach das Heft wieder in die Hand, setzte seine Nebenleute gut in Szene. Linkshänder Daniel Hoppe erhöhte auf 33:27 (51.). Die Sulinger gaben sich noch nicht geschlagen, kamen nach Treffern von Mohrmann, Demel und Scharf noch einmal auf 30:33 (53.) heran. Als Kühling mit seiner achten „Bude“ das 36:32 (58.) erzielt hatte, stand die vierte Saisonniederlage des TuS Sulingen fest.

Der 47-jährige Engelke wechselte in der zweiten Hälfte auch Björn Meyer ein. Der Linkshänder war gerade erst von einer mehrwöchigen Asienreise zurückgekehrt. Er setzte allerdings keine Akzente im rechten Rückraum, traf nur zum zwischenzeitlichen 26:31 (48.).

mbo

Quelle: Kreiszeitung

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