„Leider haben wir nicht gut in das Spiel gefunden. Viele Fahrkarten aus aussichtsreicher Position und eine ungewohnt löchrige Abwehr haben dafür gesorgt, dass wir in der 21. Minute mit 5:10 zurückgelegen haben. Es war aber sehr gut, dass wir bis zur Halbzeit noch auf 2 Tore verkürzen konnten und somit im Spiel geblieben sind.“ ,so Trainer Axel Seefeld.
Zu dem Endergebis trug sicher auch bei, dass mit Ann-Christin Brümmer, die angeschlagen ins Spiel ging, und Marisa Knieling, die in der 14. Minute die rote Karte sah, zwei Spielerinnen ausfielen.
„Über die rote Karte kann man streiten. Die Schiedsrichter aus Verden haben so entschieden und wir haben das auch so zu akzeptieren. Auch mit solchen Situationen müssen wir umgehen können“ ,so ein verärgerter Seefeld.
Das war aber sicherlich nicht der Grund für den 4 Tore Rückstand am Ende des Spiels. Die stark aufspielende Heimmannschaft um Shooterin Samira Kpekpassi (8) nutzte jede Schwäche in der Sulinger Deckung schamlos aus und schloss meist erfolgreich ab.
In Halbzeit 2 waren die Sulinger um die nun wieder stark haltende Dörte Röwer wieder auf Augenhöhe. In der 40. Minuten konnten die Sulinger durch das 17:16 durch Bianka Hammermeister das Spiel wieder spannend gestalten. Danach folgte aber wieder eine kollektive Auszeit der Seefeld Damen – in nur 6 Minuten konnten die Gastgeber auf 21:17 davon ziehen.
Marie Zimmermann, Anna Lena Gräb, Sabrina Leymann und Madlen Koop sorgten aber für den zwischenzeitlichen Ausgleich zum 21:21 in der 50. Minute. „Da waren wir drauf und dran das Spiel zu kippen. Wir hatten sogar 2 Mal die Möglichkeit, in Führung zu gehen. Leider sind wir an der starken Rotenburger Keeperin gescheitert!“, so Seefeld. Rotenburg zog konsequent ihr Spiel durch und ging in der 55. Minute mit 27:21 vorentscheidend in Vorlage. Nur gut, dass die Sulinger Damen sich noch einmal besonnen und zumindest etwas Ergebniskorrektur in diesem spannenden und auch gutem Spiel erzielen konnten.
Stimmen zum Spiel:
Samira Müller, Capitan TuS Sulingen:
„Wir sind Rotenburg die ganze Zeit hinterher gelaufen, haben nicht in unser Spiel gefunden und sind teilweise auch nicht als Team aufgetreten! Vorne hat das einfache Spiel mit Druck gefehlt, es wurde zu schnell abgeschlossen! An dieser Stelle muss man zugeben, dass Rotenburg die bessere Mannschaft war! Jetzt heißt es im nächsten Spiel wieder als Team aufzutreten und das Spiel gegen Rotenburg abzuhaken!“
Jens Miesner, Rotenburger Trainer:
„Es war für uns das erwartet schwere Spiel, in dem wir wohl auch ein wenig das Glück des Tüchtigen gehabt haben. Sulingen hat nie aufgegeben und uns so ziemlich alles abverlangt.
Für mich ausschlaggebend war am Ende unsere wieder sehr aggressiv arbeitende Abwehr, mit der wir nach dem Ausgleich in der 2. Hälfte einen 6 Torelauf erarbeitet haben und damit die Vorentscheidung gefallen war.“
Axel Seefeld, Sulinger Trainer:
„Wir hatten schon erhofft etwas aus Rotenburg mitzunehmen, waren denke ich auch auf Augenhöhe. Insgesamt geht der Sieg der starken Gastgeber aber in Ordnung. Das war schon ein Spiel auf hohem Niveau – und war trotz unserer Niederlage Werbung für den Damenhandball.“
Aufstellung: Röwer (3 von 7 gehaltene Siebenmeter), Duffe (2 von 3) – Wall 2, Leymann 2, Brümmer, Hammermeister 4, Kister, Koop 1, Mohrmann 2, Kummer 1, Knieling 1, Zimmermann 6/2, Müller, Gräb 5/2
Spielfilm: TuS Rotenburg – TuS Sulingen 28:24 (13:11)
1:0, 5:5, 10:5, 10:7, 13:8, 13:11 – 13:12, 16:15, 21:21, 27:21, 28:24