Kreisderby in der Handball-Landesliga: Die HSG Stuhr empfängt am Sonntag um 16 Uhr in der Brinkumer KGS-Halle 1 den Tabellenzweiten TuS Sulingen. „Ich will ein schönes Spiel sehen. Wir haben nichts zu verlieren“, unterstreicht Stuhrs Coach Sven Engelmann.
Sulingens Trainer Hartmut Engelke würde gern auch die Rückbegegnung gewinnen, sagt aber zunächst einmal: „Ich freue mich auf das Duell.“
Bei den Stuhrern fallen neben den beiden langzeitverletzten Jan Burgdorf (lädiertes Band in der Schulter) und Mike Oswianowski (am Sprunggelenk operiert) auch noch Fabian Stapper (Rückenprobleme) und Dominik Krüger (Urlaub) aus. Ob Maik Bhola (Muskelfaserriss im Oberschenkel) zum Aufgebot gehört, ist sehr fraglich.
„Da aus beruflichen Gründen weitere Spieler fehlten, konnten wir in den vergangenen zwei Wochen nicht richtig trainieren“, erläutert Engelmann. Er hofft allerdings, dass die Stuhrer mit dem gleichen Engagement zu Werke gehen wie gegen Primus VfL Fredenbeck III (25:30). Auf alle Fälle wollen die Hausherren den Favoriten ärgern. „Wir müssen aber geduldig spielen“, fordert der 50-jährige HSG-Coach. Er baut auch auf die Tore der Leistungsträger Christoph Schneider und Torben Schierenbeck.
Personell treten die Sulestädter nicht in Bestbesetzung an: Aus privaten Gründen sind Thomas Hammann und Stefan Borchert nicht dabei. Patrick Kappermann liegt im Sulinger Krankenhaus. Bei ihm hat sich eine Platzwunde am rechten Ellbogen, die genäht wurde, entzündet. Der Schleimbeutel wird operativ entfernt. „Ich denke, dass Patrick bis Ostern ausfällt“, unterstreicht Engelke und ergänzt: „Mir fehlen jetzt drei Leute in der Deckung.“ Angeschlagen sind außerdem Julian Wilkens (entzündete Sehne an der Wurfhand) und Jan Scharf (geschwollener Fuß).
Kappermann fällt bis Ostern aus
Der 47-jährige TuS-Coach jammert allerdings nicht: „Ich hoffe, dass jeder einzelne über sich hinauswächst.“
Die Hinbegegnung entschieden die Sulinger mit 35:32 für sich, dabei spielten beide Teams „ohne Deckung“. „Wir haben viel zu viele Tore von den Außenpositionen bekommen. Da müssen wir diesmal aggressiver decken“, fordert Engelke. Er weiß, dass Torhüter Gerrit Uhlhorn brennt. In der Hinpartie war er nicht dabei.
Die Gäste, die wieder auf Rückraumakteur Tammo Märtens zurückgreifen können, kommen mit der Empfehlung von fünf Siegen in Folge. Zuletzt bekleckerten sie sich allerdings beim 30:29 über den TSV Daverden II nicht mit Ruhm. Engelke nimmt seinen Kapitän in die Pflicht: „Von Jannik Knieling erwarte ich eine deutliche Steigerung.“
Quelle: Kreiszeitung